Auf den Spuren der Badekultur – Vom keuschen Badehemd zum knappen Fio Dental 

Was trugen die Römerinnen darunter? – erster Bikini in der Antike

Die Ausstellung führt die Besucher/innen bis in die Antike zurück – denn der Bikini ist streng genommen keine Erfindung des 20. Jahrhunderts: Ein Mosaik aus dem 4. Jahrhundert in der sizilianischen Villa Romana del Casale zeigt Frauen beim Sport, die eine „Fascia pectoralis“ tragen. Zur Bedeckung der Brust und für besseren Halt verwendeten die Sportlerinnen Stoffbänder, die bereits Ähnlichkeit mit dem Bikini aufwiesen. Auch die Ursprünge der Badekultur liegen in der römischen Antike: Noch heute lassen sich die Reste der größten und prächtigsten Thermen in Rom selbst bewundern. Römische Badestätten dienten nicht allein der Körperhygiene, sondern stellten auch gesellschaftliche Treffpunkte dar. Die antike Badekultur geriet ab Mitte des 4. Jahrhunderts während der Völkerwanderung in Vergessenheit – das Wissen um den komplizierten technischen Ablauf zum Betreiben der Thermen konnte nach Untergang des Imperium Romanum nicht mehr weitergegeben werden.

 Foto: „Venus im Bikini“, ca. 1 Jh. v. Chr.
© Musero archeologico nazionale di Napoli.

Foto: Mosaik Villa Romana del Casale, 4. Jh. n. Chr. © Günter Hoffmann

Von wegen schmutzig – florierende Badekultur im Mittelalter

 Im allgemeinen Geschichtsbewusstsein ruft „das Mittelalter“ meist das stereotype Bild einer schmutzigen Gesellschaft vor Augen – dies entsprach jedoch keinesfalls der Realität. Die Ausbildung des mittelalterlichen Stadtwesens im 12. Jahrhundert beförderte ein neues Badewesen: Männer und Frauen badeten in öffentlichen Badstuben gemeinsam und trugen hierbei lange weiße Hemden. Badehäuser dienten gleichwohl nicht nur der Körperhygiene, sondern fungierten auch als soziale Treffpunkte. Aufgrund von alkoholischen Ausschweifungen, Glücksspielen und amourösen Abenteuern waren die Badstuben der Kirche bald ein Dorn im Auge. Schließlich führte die Ausbreitung von Seuchen wie der Pest oder der Syphilis ab Ende des 15. Jahrhunderts den Niedergang dieser Vergnügungsorte herbei. Im Wasser vermutete man Krankheitserreger, weshalb mit Teilwaschungen von Gesicht und Händen, Füßen oder Haaren neue Praktiken zur Körperreinigung entstanden.

© bpk / Staatsbibliothek zu Berlin / Ruth Schacht. 
In einer burgundischen Badestube, 
aus: Valerius Maximus, Facta et dicta memorabilia, datiert: 
1420–1450, Deckfarben auf Pergament, Inventar-Nr.: 
Dep. Breslau 2, Bd.2, 244r, Handschriftenabteilung, 
Staatsbibliothek zu Berlin / Preußischer Kulturbesitz.

Abbildungsbeschriftung:  Lucas Cranach d. Ä., Der Jungbrunnen, 1546, Gemälde / Öl auf Lindenholz, Bildmaße 120,6 x 186,1 cm, Inventar-Nr.: 593, Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin. © bpk / Gemäldegalerie, SMB / Jörg P. Anders

Zum Zwecke der Gesundheit – Renaissance der Badekultur im 18. Jahrhundert

Mit der Aufklärung setzte zu Beginn des 18. Jahrhundert eine zunehmende Verweltlichung in Europa ein. Begleitend dazu reformierten sich die Vorstellungen von Gesundheit und Hygiene: Das Baden in offenen Gewässern und warmen Quellen zu medizinischen Zwecken kam in Mode. Die Geschlechter badeten aus sittlichen Gründen jedoch getrennt; Frauen trugen hierbei lange, mehrschichtige Badekleider und nutzten von Pferden gezogene Badekarren, um sich unbeobachtet im Wasser zu entkleiden. Besonders beim Baden im offenen Meer konnten die schweren Stoffschichten Lebensgefahr mit sich bringen, da sie die Trägerinnen unter Wasser zu ziehen drohten. Männer hingegen badeten anfangs nackt und trugen ab Mitte des 19. Jahrhunderts leichte, einteilige Badeanzüge aus Baumwolle. Ende des 19. Jahrhunderts wurden in der Damenmode Ärmel und Hosen, deren Tragen jedoch nur in Kombination mit einem Rock erlaubt war, zunehmend gekürzt. Die Sammlung des BikiniARTmuseums beginnt mit einem um 1870 zu datierenden Badekostüm.

Foto: Französischer Katalog für Damen- und Herrenbademode, 1888.

Foto: Badekarre um 1890. © Stadtarchiv Norderney

Erste Wellen der Emanzipation – Rockfreiheit zur Jahrhundertwende

Nachdem der Schwimmsport bereits Ende des 19. Jahrhunderts für Männer hohe Popularität erlangt hatte, rückte das Wettkampfschwimmen der Frauen erst nach 1900 ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. Aufgrund von konservativen Sitten und Moralvorstellungen waren Schwimmsportlerinnen dazu gezwungen, ihre Körper bei Wettkämpfen mit Röcken zu bedecken, was sie in ihrer Bewegungsfreiheit erheblich einschränkte. An europäischen wie US-amerikanischen Stränden und Badegewässern kontrollierten Strandpolizisten die Einhaltung der Bekleidungsvorschriften; Verstöße konnten je nach Region Geldbußen oder auch mehrtägige Gefängnisaufenthalte nach sich ziehen. Dass sich die Proteste der ersten Welle der Frauenbewegung auch in einer Veränderung der Bademode niederschlugen, führt beispielhaft vor Augen, dass sie auch als Spiegel gesellschaftspolitischer Entwicklungen fungiert: Als die australische Schwimmsportlerin Annette Kellerman 1907 in einem selbst entworfenen Herren-Badeanzug an einem Strand in Boston trainierte, wurde sie kurzerhand von einem Polizisten verhaftet. Angesichts der Vielzahl an Frauen, die aufgrund der Kleidervorschriften bereits ertrunken waren, legalisierte der Magistrat schließlich das Tragen einteiliger Badeanzüge.

Foto: Frauen in Badekleidung, Frankreich 1906. © BikiniARTmuseum

Foto: Annette Kellermann um 1900. © ISHOF

Ein bisschen Spaß muss sein – Badevergnügen in den wilden Zwanzigern

Da der Vergnügungsaspekt des Badens Stück für Stück die ursprünglichen gesundheitsfördernden Aspekte überwog, entwickelte sich auch die Badekleidung in den progressiven 1920er-Jahren in eine neue Richtung. Gemeinsames Baden von Männern und Frauen wurde im Zuge der Liberalisierungs- und Emanzipationsprozesse zunehmend zur Normalität, obwohl Frauen in der ersten Hälfte der Dekade ihre Badekleidung vielerorts nach wie vor mit Strümpfen zu kombinieren hatten. Statt schweren Materialien wie Serge oder Flanell trugen nun beide Geschlechter Bademode aus leichtem Baumwolljersey. Im Laufe der Zeit wurden die Hosenbeine auch in der Damenmode kürzer und der Rock verschwand bald gänzlich. Die Badeanzüge waren somit beinahe unisex, wenngleich Frauen meist zusätzlich Badehauben trugen.

Foto: Männer und Frauen in Badekleidung, Frankreich, 1920er-Jahre. 

Foto: Schwimmsportler/innen Ethelda Bleibtrey und Duke Kahanamoku im Jahr 1920. 

Von der Sonne geküsst – das braungebrannte Schönheitsideal der 1930er-Jahre 

In den 1930er-Jahren kam ein neuer Trend auf, der auch die Bademode bedeutend prägen sollte: das Sonnenbaden. Mit dem Verschwinden des bleichen Schönheitsideals, das jahrhundertelang als unverzichtbares Attribut der Vornehmheit gegolten hatte, veränderte sich auch die Bade- und Strandbekleidung: Knappe Zweiteiler kamen in Mode, die in ihrem Aussehen der damaligen Lingerie ähnelten, wobei der Bauchnabel noch vollständig bedeckt blieb. Während sich im Rest Europas Zweiteiler an Stränden, Seen und in Bädern etablierten, war die Entwicklung der Bademode in Deutschland u. a. durch den Preußischen Zwickelerlass von 1932 gehemmt, der eine sittliche Bedeckung des Körpers und die Anbringung eines Stoffstücks („Zwickel“) im Schritt der Badebekleidung vorschrieb. 

Foto: Damen im Piscine Molitor, 1938. 

Foto: Vorschriften Zwickelerlass. © Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main (ISG FFM), Signatur: Sport- und Badeamt 148, Urheber: anonym

Zäsur in der Bademodengeschichte – Erfindung des Bikinis durch Louis Réard 1946

Intensiv beleuchtet wird im Museum ein Schlüsselereignis, das die Bademode des 20. Jahrhunderts tiefgreifend verändern sollte: die Erfindung des Bikinis durch Louis Réard am 5. Juli 1946. Im Rahmen seines ersten Sommerfestes nach dem Zweiten Weltkrieg veranstaltete das Pariser Schwimmbad Molitor einen Wettbewerb für das beste Badekostüm, bei dem viele originelle Badedesigner ihr Glück versuchten. Einer von ihnen war der gelernte Maschinenbau-Ingenieur Louis Réard. Er entwickelte hierfür erstmals einen Zweiteiler mit freigelegtem Nabel, was in modischer wie moralischer Hinsicht eine Revolution darstellte. Da zu dieser Zeit die mediale Berichterstattung um die Atombombentests auf dem Bikini-Atoll kreiste, nannte er das Stück „Bikini“ – somit wurde der knappe Zweiteiler mit der Sprengkraft einer Atombombe assoziiert. Réard fand zunächst kein Mannequin, das seine Erfindung präsentieren wollte. Sämtliche junge Frauen befürchteten angesichts des provokativen Designs ihren Ruf zu verlieren; als erste Trägerin des Bikinis ging schließlich die Nachtclubtänzerin Micheline Bernardini in die Geschichte ein. Die Präsentation des Bikinis erregte aufgrund seines freizügigen Schnitts einen massiven Skandal: Noch in den 1950er-Jahren hielten es zeitgenössische Magazine für „undenkbar, daß ein Mädchen mit Takt und Anstand je so etwas tragen wird.“ Es sollte noch rund 20 Jahre dauern, bis sich der Bikini in der breiten Bevölkerung etablieren konnte. 

Im BikiniARTmuseum wird die Entstehungsgeschichte mit einer eigens produzierten Louis-Réard-Show gewürdigt. Darüber hinaus befinden sich 13 von 17 weltweit erhaltenen Original-Bikinis in der Sammlung – darunter: der „Goldene Réard“, der historisch wertvollste Bikini. 

Foto: Bikini-Erfinder Louis Réard.

Foto: Micheline Bernardini im Réard-Bikini, 1946. © Ullstein Bild - dpa.

Hollywoods Stilikonen als Wegbereiterinnen des Bikinis – glamouröse 1950er-Jahre

Obgleich sich der Bikini auch in den 1950er-Jahren noch nicht etablieren konnte, zeichnet sich das Jahrzehnt durch verspielt-innovative und feminine Bademode aus. Taillierte Schnitte, florale Muster und brustformende Funktionen ziehen ihre Spuren durch die Modelinien zahlreicher zeitgenössischer Designer/innen und Labels wie Elsa Schiaparelli, Rose Marie Reid oder auch das deutsche Kultlabel Benger Ribana. Besonderes Augenmerk des Museums liegt auf Mode- und Stilikonen der Dekade wie Brigitte Bardot, Marilyn Monroe und Esther Williams. Insbesondere Bardot und Monroe ebneten dem Bikini den Weg, indem sie sein revolutionäres Potential früh erkannten und ihn bereits in den 1950er-Jahren zu Filmfestspielen und Fotoshootings trugen.
Ein Höhepunkt der Museumssammlung: Marilyn Monroes originaler Einteiler, den sie 1951 im Film „Love Nest“ getragen hat. Darüber hinaus bringen originale Stücke berühmter Filmikonen wie Elizabeth Taylor, Esther Williams oder Scarlett Johansson einen Hauch Hollywood in das baden-württembergische Bad Rappenau.

Foto: Werbeshooting Marilyn Monroe „Love Nest“, 1955. 
© Bridgeman Images

Foto: Brigitte Bardot 1953 in Cannes. © AURIMAGES

Ab in die Sonne! – Urlaubsfieber und Durchbruch des Bikinis in den 1960er-Jahren

Mit der Vergünstigung von Flugreisen in den 1960er-Jahren verbrachten viele Menschen aus kühleren Ländern ihren Urlaub zunehmend in wärmeren Gefilden – Bademode in knalligen Farben spiegelte die Lust auf Sonne, Strand und Meer wider. Im Laufe des Jahrzehnts konnte sich der provokante Zweiteiler auch in der breiten Bevölkerung etablieren und wurde von einer Vielzahl von Frauen als Symbol der Emanzipation zelebriert. Vorangetrieben wurde dieser Prozess etwa durch Ursula Andress‘ legendären Bikini-Auftritt im James-Bond-Film „007 jagt Dr. No“ (1962). Im Jahr 1964 stellte Rudi Gernreich den Monokini vor, welcher die Brüste der Trägerin vollständig entblößte – die Präsentation des provokanten Kleidungsstücks rief jedoch eher Entsetzen als Begeisterung hervor: Da sich die Menschen gerade erst an den Bikini gewohnt hatten, schien Gernreichs Erfindung die Grenzen der Liberalität zu sprengen. 

Foto: Bond-Girl Ursula Andress, 1962. 
© AURIMAGES

Foto: Artikel „Ein Hoch dem Badesommer 1968“, 1968. 

„Flower-Power“ und die Erfindung des Tangas – wilde 1970er-Jahre

Psychedelische Muster waren besonders charakteristisch für die innovative Bademode der 1970er-Jahre; in der „Flower-Power“-Ära waren mit Blumenmustern bedruckte Stoffe überaus populär. Parallel dazu zeichnete sich eine Tendenz zu immer knapper werdenden Schnitten ab. Aufreizende Bademode aus Rio de Janeiro verbreitete sich wie ein Lauffeuer um die ganze Welt. Die sexuelle Revolution, die in diesem Jahrzehnt ihren Zenit erreichte, fand mitunter in der Erfindung des Tangas ihren Ausdruck. Schließlich wurde der hintere Teil des Unterteils durch eine Schnur ersetzt und der Fio Dental (zu Deutsch: „Zahnseidenbikini“) war geboren: Er gilt als Höhepunkt der Stoffverknappung in der Bademode. 

Foto: „Heinzelmann-Orchidee“-Prospekt, 1971.

Foto: Model Rose di Primo im „Blue Man“-Bikini, um 1973.

Lange Beine und Oben-ohne – die athletischen 1980er-Jahre 

Typisch für die Schnittführung der Badeanzüge der 1980er-Jahre waren die hüfthohen, athletisch wirkenden Beinausschnitte. Bikinis waren häufig als zweiteiliges Sportlertrikot getarnt, die mit ebenso hohen Beinausschnitten und Figur formenden Materialien wie Lycra oder Elasthan den Gesamteindruck von Langbeinigkeit vermittelten. Mit Beginn der 1980er-Jahre kam auch das Oben-ohne-Baden zunehmend in Mode. Parallel zu dieser freizügigen Entwicklung wurde immer öfter auf Badeanzugmodelle vorhergehender Jahrzehnte mit Schößchen oder Volants zurückgegriffen.

Foto: „Quick“-Bademoden, 1981. 

Foto: Triumph, 1988. © Pedro Volkert

Diamanten, Gold und Kuchenformen – die innovativen 1990er-Jahre 

Die Bademode der 1990er-Jahre war so innovativ wie nie zuvor: Bikinis und Badeanzüge wurden in allen erdenklichen Farben, Mustern und Formen getragen. Kreative Zweiteiler aus Gras oder Kuchenformen trafen in der Haute Couture auf mit Diamanten und Gold besetzte Bikinis. Die Grenze zwischen Bade- und Alltagskleidung verschwand zunehmend, da Bikinioberteile und BHs nun auch zur Jeans oder auch über dem T-Shirt getragen wurden. Ende der 1990er-Jahre schienen die Bikiniunterteile so knapp wie nie: Der Venushügel wurde gerade so bedeckt und der Beinausschnitt reichte nicht selten bis zur Hüfte. Während die Schulterpads der 1980er-Jahren wieder verschwanden, traten Push-up-Cups ihren Siegeszug an.

Foto: Simona Patrucco, Reggi-Caramel (Custard cups), 
tongs and creme caramel molds, 1990.

Foto: „Max“-Badezeit, 1996. 

Aus Alt mach Neu – die bunte Mischung der 2000er-Jahre 

Anfang der 2000er-Jahre stand der Bauch wieder im Mittelpunkt der Bademodendesigns. Raffinierte Quer- und Längsstreifen verbanden Ober- und Unterteile und unkonventionelle Trägerkreationen strukturierten Hals und Hüfte. Traditionelle Materialien wie Wolle wurden neu interpretiert und mit synthetischen Stoffen kombiniert. Auch die klassischen Bikini-Dreiecke wurden erstmals durch markante Vierecke ersetzt. Kurvige Stars und Sternchen wie die US-amerikanische Sängerin Beyoncé Knowles brachten die Sanduhrfigur in Mode, weshalb weibliche Rundungen auch in der Bademode wieder gekonnt in Szene gesetzt wurden.  

Foto: Entwurf von Fatima Lopez, 2000.
© PICTURE-ALLIANCE / DPA

Foto: Kollektion „Gianne Albertoni“, 2003.

Schönheit bedeutet Vielfalt – die Bademode der Gegenwart 

Die buntschillernden Facetten der Diversität spiegeln sich heute auch in der Bademode wider: getragen wird, was gefällt. Besonders deutlich kommt dies anhand der Gender-Debatte zum Vorschein, die ihre Spuren auch durch die zeitgenössische Bademode zieht. Beispielhaft steht hierfür das brasilianische Label „Fernando Cozendey“, das mit einem Männerbikini 2021 den JANARA Swimwear Award in der Kategorie „Extravagant & Provocative“ gewann. In Zeiten der Klimakrise wird auch die Forderung nach nachhaltig produzierter Bademode lauter – progressiv gesinnte Hersteller/innen wie die Gründerinnen des Liechtensteiner Labels „Lanasia“ bieten deshalb modische Ein- und Zweiteiler aus alten Fischernetzen oder PET-Flaschen an. Zudem wendet sich die Bademode sukzessive einer positiveren Körperwahrnehmung zu: Ziel ist das Loslösen von der Idee, dass nur Figurtypen, die dem Schönheitsideal entsprechen, als attraktiv gelten können.
Das BikiniARTmuseum möchte mit seiner Leitperspektive „Body Positivity“ Frauen jeden Alters, Figur oder Ethnie darin bestärken, mutig zu sein und sich von in den Medien propagierten Körperidealen ein Stück weit zu lösen – gemeinsam gilt es, das Bild der vermeintlichen Perfektion aufzubrechen und mehr Raum für Authentizität zu schaffen. Einen Beitrag leistet hierzu auch das vom Museum initiierte Forum „Befreiung contra Sexismus“.  

Foto: Prämierter Männerbikini von
„Fernando Cozendey“, 2021.

Foto: Nachhaltige Bademode von „Lanasia“,
„A Sisters Collection“, 2020.